Künftige Fördermaßnahmen - Auftragsvergaben

HaDEA hat eine Übersicht der geplanten Ausschreibungsstarts für Fördermaßnahmen im Rahmen des EU4Health-Programms veröffentlicht. Interessierte können sich in diesem Tentative Calender einen Überblick über die zukünftig geplanten Maßnahmen verschaffen.

Mehr Informationen zu den einzelnen Fördermaßnahmen finden Sie im aktuellen Arbeitsprogramm

Ziele:

Diese Ausschreibung verfolgt das Ziel, die Entwicklung vielversprechender Therapeutika der nächsten Generation für Infektionskrankheiten zu beschleunigen. Dies soll durch einen wettbewerbsorientierten, phasenweisen Entwicklungsansatz im Rahmen der vorkommerziellen Auftragsvergabe (PCP) erfolgen.
Der Ausschreibungsumfang umfasst die Entwicklung innovativer Therapeutika zur Behandlung von Virusinfektionen, ARDS oder infektionsbedingter Sepsis. Einschließlich sind sowohl pathogen-spezifische Therapeutika – ausgenommen kleine Moleküle und monoklonale Antikörper – als auch wirtsspezifische Therapeutika. Dazu zählen unter anderem direkt und indirekt wirkende antivirale Mittel sowie neuartige Immunmodulatoren.
Die Ausschreibung kann zudem innovative Kombinationstherapien und Produkte beinhalten, die für alternative Verabreichungswege zur intravenösen Gabe konzipiert sind. Besonders im Fokus stehen Breitbandtherapeutika, pathogenunabhängige Therapeutika sowie solche, die das Entstehen von Virusresistenzen verhindern oder verringern können.

Budget:

244.000.000 €

Veröffentlichung (geplant):

27.05.2026

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Ziele:

Die Ausschreibung zielt darauf ab, die Vorbereitung klinischer Studien für Filovirus-Ausbrüche zu sichern, indem in der EU ein Reservebestand an experimentellen Impfstoffen gegen das Marburg-Virus (MARV) und/oder Ebola Sudan (SUDV) aufgebaut, pilotiert und gepflegt wird. Im Falle eines Ausbruchs könnte dieser Bestand genutzt werden, um die Entwicklung der Impfstoffe schnell voranzutreiben und die Impfstoffdosen rasch bereitzustellen, sofern die erforderlichen Bedingungen erfüllt sind.
Das Vorhaben unterstützt die politische Priorität, die Verfügbarkeit und Zugänglichkeit medizinischer Gegenmaßnahmen zu erhöhen, Innovation zu fördern und die Vorbereitung auf zukünftige Gesundheitskrisen zu stärken, im Einklang mit Horizon Europe.

Budget:

16.000.000 €

Veröffentlichung (geplant):

18.05.2026

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Ziele:

Diese Ausschreibung zielt darauf ab, die Zugänglichkeit und Verfügbarkeit von medizinischen Gegenmaßnahmen (Medical Counter-Measures, MCMs) in der EU/EWR zu verbessern. Gegenstand dieser Ausschreibung ist der Abschluss von Verträgen zur Reservierung von Fertigungskapazitäten und zur Einrichtung lieferantenverwalteter Lagerbestände für Nitril-Untersuchungshandschuhe (Los 1) und FFP2-Atemschutzmasken (Los 2) (im Folgenden „EU FAB+ PSA-Pilot“). Der Auftragnehmer mit Fertigungskapazitäten in der EU/EWR wird aufgefordert, lieferantenverwaltete Lagerbestände (Vendor-Managed Stockpiles, VMS) mit einem damit verbundenen vorrangigen Kaufrecht einzurichten. Erworbene Bestände müssen entweder im Lager wieder aufgefüllt werden oder begründen für die verbleibende Vertragslaufzeit eine gleichwertige Reservierung von Fertigungskapazitäten. Der öffentliche Auftraggeber und/oder die Europäische Kommission müssen das Recht haben, das Kaufrecht für die gelagerten oder hergestellten MCMs zu aktivieren, sofern dies für Vorsorge- oder Krisenzwecke als notwendig erachtet wird. Jedes Los wird an höchstens drei Bieter vergeben, wobei jeder abgeschlossene Vertrag eine Laufzeit von 3 Jahren (36 Monaten) hat. Der Kauf der im Rahmen dieser Ausschreibung erfassten Produkte erfolgt durch den öffentlichen Auftraggeber und/oder die Europäische Kommission – sofern erforderlich im Namen von EU/EWR-Ländern oder mit EU4Health assoziierten Ländern – in einem gesonderten Verfahren.

Budget:

34.000.000 €

Veröffentlichung (geplant):

19.05.2026

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Ziele:

Die Europäische Exekutivagentur für Gesundheit und Digitales (HaDEA) plant die Einleitung einer Ausschreibung zum Thema „Langfristige API-Bevorratung und schnelle Herstellung von Fertigarzneimitteln“ – ein Machbarkeitsprojekt zur Bewertung seiner Anwendung in der Krisenvorsorge. Dieses Projekt zielt darauf ab, die Entwicklung von und den Zugang zu Technologien zu unterstützen, die die Haltbarkeit von in loser Schüttung gelagerten Wirkstoffen (Active Pharmaceutical Ingredients, APIs) verlängern können, sowie zu fortschrittlichen Fertigungstechnologien, mit denen aus diesen Bulk-APIs schnell Fertigarzneimittel hergestellt werden können. Dadurch soll die Krisenvorsorge gestärkt werden, indem potenzielle Vorteile hinsichtlich Nachhaltigkeit, Resilienz und Flexibilität bei der Bewältigung künftiger Gesundheitsnotlagen ausgelotet werden. Die bevorstehende Ausschreibung wird die Entwicklung eines Pilot-Machbarkeitsprojekts verlangen, um dieses Konzept zu erproben, seine Realisierbarkeit zu bewerten und Empfehlungen zur Operationalisierung des Ansatzes zu erarbeiten.

Budget:

6.000.000 €

Veröffentlichung (geplant):

29.05.2026

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